Brand in einem Futtersilo

Brand > Mittelbrand

Einsatzort: Südring
Datum: 19.10.2018
Alarmierungszeit: 02:00 Uhr
Alarmierungsart: Telefon
Einsatzleiter: OBR Unterluggauer, OBR Ing. Ratheiser, BOK Zmug
Mannschaftsstärke: 16 Mann + FF

Eingesetzte Kräfte:

Eingesetzte Fahrzeuge:

KDOF,  Organisation: Berufsfeuerwehr || TANK 1,  Organisation: Berufsfeuerwehr || TANK 2,  Organisation: Berufsfeuerwehr || TANK 3,  Organisation: organisation || DL 1,  Organisation: Berufsfeuerwehr || MZF,  Organisation: Berufsfeuerwehr || WIF 1,  Organisation: Berufsfeuerwehr || TANK 11,  Organisation: FF 1 Hauptwache || LF 11,  Organisation: FF 1 Hauptwache || TANK 13,  Organisation: FF 3 St. Georgen am Sandhof || TUNNEL 13,  Organisation: FF 3 St. Georgen am Sandhof || TANK 14,  Organisation: FF 4 Haidach || LF 14,  Organisation: FF 4 Haidach || TANK 15,  Organisation: FF 5 St. Peter || LF 15,  Organisation: FF 5 St. Peter || TANK 16,  Organisation: FF 6 St. Ruprecht || TANK 17,  Organisation: FF 7 St. Martin || LF 17,  Organisation: FF 7 St. Martin || TANK 20,  Organisation: FF 10 Viktring/Stein/Neudorf || DL 20,  Organisation: FF 10 Viktring/Stein/Neudorf || KLF 20,  Organisation: FF 10 Viktring/Stein/Neudorf || LF 20,  Organisation: FF 10 Viktring/Stein/Neudorf

Beim Eintreffen war im Bereich eines Futtersilos eine leichte Verrauchung wahrnehmbar. Nach einer Kontrolle mit der Wärmebildkamera konnten einige Glutnester lokalisiert werden.
Im Silo befinden sich ca. 100 t Sonnenblumengranulat, welches ein Volumen von ca. 250 m3 hat.

Nach Rücksprache mit einem Mitarbeiter wurde folgende Vorgangsweise festgelegt: Aufbau zweier Löschleitungen beim Förderband und im Kellergeschoss und zusätzliche Überwachung des Transportbandes im 2.OG und 5.OG.
Unter schwerem Atemschutz wurde damit begonnen den Silo mittels Förderband zu entleeren. Der Siloinhalt wurde auf einen Kipper befördert und im Freien zwischengelagert. Den Brandschutz stellte die Besatzung des TANK 2 sicher.
Ab 10:30 Uhr geriet die Förderanlage ins Stocken, das Sonnenblumengranulat hat sich durch die Temperatur und den Restölgehalt teilweise so verklumpt, dass die Öffnungen zum Förderband verlegt wurden.
Ab diesem Zeitpunkt war die Förderleistung nur mehr gering und die Klumpen mussten über die Revisionsöffnung händisch zerkleinert werden.
Um 17:30 Uhr waren ca. 70 t des Granulats aus dem Silo entfernt und am Firmenareal zwischengelagert.
Zu diesem Zeitpunkt hat die Rauchentwicklung sehr stark zugenommen. Grund dafür war, dass durch das Entleeren immer mehr Sauerstoff zum Brandherd gelangte und dadurch die Verbrennung beschleunigt wurde. In weiterer Folge alarmierte die Leitstelle den gesamten Bereitschaftszug der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwillige Feuerwehr St. Ruprecht, Viktring und St. Martin.
Der Brand beschleunigte sich so, dass zwischenzeitlich ein massiver Einsatz von Löschpulver notwendig war.
Durch den Brandverlauf entstand im oberen Bereich des Silos eine Stauwärme, die teilweise schon Anzeichen für eine Rachgasdurchzündung zeigte. Aus diesem Grund wurden im oberen Bereich des Silos immer wieder Stoßlüftungen durchgeführt, um eine Durchzündung und in weiterer Folge eine Staubexplosion zu verhindern.
Ab 20:30 Uhr war die Entleerung des Silos über das Förderband nicht mehr effektiv und der restliche Inhalt wurde über kleine Revisionsöffnungen unter schwerem Atemschutz mit Schiebetruhen bewerkstelligt.
Es waren ca. 50 ATS-Träger im Einsatz. Zeitgleich wurde ein ATS-Sammelplatz eingerichtet.
Zu dieser Zeit befanden sich noch ca. 30 t Granulat im Silo.
Um 01:00 Uhr war der Silo soweit ausgeräumt, dass es von außen nicht mehr möglich war, die verklumpten Restbestände zu entfernen.
Daraufhin wurde entschieden den Brand mit einem Wasser-Schaummittelgemisch zu löschen.
Als der Brand mit vorhandenen Löschmitteln nicht einzudämmen war, wurde durch den Bereitschaftsoffizier bei den westlichen Trichtern eine Kernbohrung angeordnet. Nachdem die neuen Öffnungen hergestellt wurden, konnten die beiden Trichter entleert werden. Durch die starke Rauchentwicklung und die aufflammenden Glutnester mussten die Ausräumarbeiten unter schweren Atemschutz durchgeführt werden.

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